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Bottich
Diskothek, Tanzbar, Live Club,
Jazz Club
D-73434 Aalen
Hofherrnstr.81
Tel. 07361-41222

 
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Ü40 BeatCluB

Vorankuendigungen

Achtung

Fällt aus

Mittwoch 11.07.2018

Mistura Boa

Eintritt frei - ab 20:00h

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JazzJamSession

jeden 2´ten Mittwoch im Monat

Flyer öffen einfach auf das Bild drücken

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Mittwoch 14.03.2018

Die Big BAAnd

Eintritt frei - ab 20:00h

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Mittwoch 11.04.2018

iGrooved feat. Stefan Mack

Eintritt frei - ab 20:00h

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Mittwoch 09.05.2018

Concerto Lation

www.concerto-lation.de

Eintritt frei - ab 20:00h

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Mittwoch 13.06.2018

Knecht / Göhringer / Zeller /Kehrle

Eintritt frei - ab 20:00h

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Sonderveranstaltung

Sonntag 29.07.2018

Manfred Schiegl

und Band ab 11h

Reservierung unter

wolfgang.fausel@gmx.de oder 07361-35852

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Presseberichte

http://stories.schwaebische.de/bottich#94867

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-50-Jahre

Der-Bottich-feiert-Geburtstag-_arid,10646522_toid,1.html

15.06.2018 10:04 ( 66 x gelesen )

50 Jahre ist es am 13. September her, dass der Bottich im Saal der ehemaligen Gaststätte Rössle eröffnete. Seither ist die Aalener Diskothek Kult. Die musikalische Eröffnung spielte 1968 der Aalener Vollblut-Musiker Manfred Schiegl. Im Jubiläumsjahr des Bottichs kehrt er nun hierher zurück. Am 29. Juli gibt er um 11 Uhr mit seinem Manfred Schiegl Quartett eine Matinee für Freunde handgemachter Musik. Neben Swing, Jazz und Klassik stehen auch Gassenhauer auf dem Programm, die bereits bei der Eröffnung des Bottichs zu hören waren.

Wenn Manfred Schiegl heute die Diskothek in Unterrombach betritt, werden viele Erinnerungen an die Anfänge des Tanzlokals wach, das Aalens Gaststättenkönig Karlmann Reich mit seinem Bruder Hansjörg vor 50 Jahren im Westen der Stadt eröffnet hat. Die in zerschnittenen Gärbottichen angeordneten und mit Fell bedeckten Sitzmöglichkeiten, die dem Bottich einst seinen Namen gaben, waren ebenso Kult wie Auftritte hochkarätiger Musiker, zu denen unter anderem Günther Leimstoll, Peter Witte, Charly Antonini, Felix Kaufmann oder eine Formation von Erwin Lehn zählten.

Den ersten Künstler, den Karlmann Reich allerdings musikalisch verpflichtet hat, war Manfred Schiegl. Neben der Eröffnung spielte der Aalener auch bei etlichen Tanzcafés, die am Sonntagnachmittag im Bottich stattfanden. Bereits in den 60er Jahren war der heute 78-Jährige eine feste Größe in der Musikszene und darf sich seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Musikern zählen, die Aalen hervorgebracht hat.

Der Nachwuchs lag dem Aalener stets am Herzen

37 Jahre lang war Schiegl erster Soloschlagzeuger und Pauker bei den Stuttgarter Philharmonikern, mit denen er im Jahr 87 Konzerte und etliche Tourneen in Europa und Übersee bestritt. Bei den Konzerten stand er auch mit den ganz Großen auf der Bühne. Unter anderem mit dem weltweit berühmten Geiger Yehudi Menuhin. Fast 40 Jahre lang war Schiegl zudem Lehrer an der städtischen Musikschule in Aalen und unterrichtet heute noch mit 78 Jahren an der städtischen Musikschule in Oberkochen, an der er seit 38 Jahren tätig ist. Während seiner Zeit als Lehrer hat er viele Nachwuchstalente hervorgebracht. „20 meiner ehemaligen Schüler unterrichten heute landesweit an städtischen Musikschulen, andere wie Thomas Göhringer oder Markus Lonardoni sind viel beschäftigte Schlagzeuger oder Komponisten“, sagt Schiegl stolz.

Als Komponist hat sich auch der Aalener einen Namen gemacht. Unter anderem schrieb er für die Aufführung der „Perser von Aischylos“ des Landestheaters Tübingen die Schlagzeug-Musik und verfasste für den Hofmeister Verlag in Leipzig eine eigene „Schlagzeugschule“, die weltweit verbreitet wurde. Schiegl war auch der Gründer des landesweit größten Percussion-Ensembles mit 64 Musikern, das noch heute auf den Reichsstädter Tagen auf der Bühne steht. Last but not least machte er sich mit seinem Manfred Schiegl Quartett, das seit 54 Jahren besteht und mit dem er bereits mehrere CDs eingespielt hat, über die Grenzen des Ostalbkreises einen Namen. 2001 wurde er zudem mit dem Jazzpreis Ostwürttemberg (JazzO) ausgezeichnet.

Der 78-Jährige hat viel erlebt, auf den Gig am 29. Juli freut er sich aber besonders. Vor allem, weil er damit ein ganz klares Ziel verfolgt. „Ich möchte den alten Aalenern mit meiner Musik, die heute so gut wie nicht mehr zu hören ist, schöne Stunden bereiten und sie in Zeiten entführen, als die Musik noch nicht aus der Konserve kam.“ Für das junge Klientel gebe es genügend Angebote. Deshalb sei das Programm, das er gemeinsam mit seinen Kollegen Livius Bogdan (Geige und Saxofon), Andreas Scheer (Kontrabass) und Siegfried Liebl (Gesang und Klavier) im Bottich musikalisch servieren wird, auf die ältere Zielgruppe abgestimmt.

Der erste Block wird sich der klassischen Musik widmen, die ganz im Stil des Quartetts verswingt wird, sagt Schiegl und denkt unter anderem an „Eine kleine Nachtmusik“ oder den „Türkischen Marsch“ von Wolfgang Amadeus Mozart sowie an Werke von Luigi Boccherini, Frédéric Chopin und Ludwig van Beethoven. Auch der „Säbeltanz“ von Aram Chatschaturjan stehe auf der Liste der vier Musiker. Weitere Programmteile werden sich den großen Werken der Komponisten Robert Stolz, Peter Kreuder und Helmut Zacharias widmen. Neben Operetten und Schlagern wird auch der Jazz nicht zu kurz kommen. Eingeplant seien zudem Medleys der Beatles und von Elvis Presley. Und auch Frank Sinatra werde bei der Matinee entsprechend gewürdigt.

Für OB Ulrich Pfeifle würde er „Mona Lisa“ spielen

Das grobe Programm hat Schiegl im Kopf. „Ich werde aber auch auf das Publikum und dessen Wünsche eingehen. Wenn etwa der ehemalige OB Ulrich Pfeifle kommen sollte, werden wir auf jeden Fall sein Lieblingslied Mona Lisa von Nat King Cole aus dem Jahr 1950 spielen.“ Ein Netz mit doppeltem Boden gebe es bei den Auftritten des Manfred Schiegl Quartetts nicht. „Wir proben weder im Vorfeld, noch wissen meine Kollegen, was wann drankommt. Wir verstehen uns blindlings. Das zeichnet Vollblutmusiker einfach aus.“

Keine Überraschung für die Besucher der Matinee dürfte es allerdings sein, wenn Schiegl zeitlich überzieht. Denn wenn er einmal am Schlagzeug sitzt, ist er voll in seinem Element. Sicherlich wird er auch die eine oder andere Anekdote aus dem Hut zaubern.

Nach seinem Auftritt, „zu dem hoffentlich viele ältere Aalener den Weg in den Bottich finden“, überlässt er das Feld wieder seinen jungen Kollegen, die bei den Jazz-Jam-Sessions hier auftreten. Ohne den Bottich würde etwas fehlen, sagt der 78-Jährige. Die Disko in der Weststadt sei nicht nur ein Stück Aalener Geschichte, sondern biete jungen Künstlern eine tolle Plattform, um sich zu präsentieren.



10.05.2018 19:09 ( 192 x gelesen )

Keine Panik

Fotorecht

Fotografieren in Zeiten der DSGVO – Große Panikmache unangebracht

Die DSGVO kommt – und mit ihr die Panikmache im Netz. Diese halten wir grundlegend und insbesondere im Bereich der Fotografie für überzogen. Daher unser Standpunkt zum Fotorecht, dem KUG und der DSGVO.

Auf Wunsch zahlreicher Leseranfragen wollen auch wir zu der aktuellen und kommenden Problematik rund um Datenverarbeitung im Bereich der Fotografie und insbesondere zum Verhältnis vom KUG zur DSGVO ausführen.

Die Rechtslage ist im Moment äußerst unklar – und das Problem hierbei wie üblich: 3 Juristen, 5 Meinungen. Warum allerdings nun zahlreiche Juristen nahezu in Weltuntergangsstimmung das Ende der Fotografie heraufbeschwören, ist insbesondere in dieser Form nicht nachvollziehbar. Natürlich ist auch unsere nun folgende Meinung nicht in Stein gemeißelt. Nichts Genaues weiß man schließlich nicht. Aber mal aus unserer Sicht ein paar juristische Worte zur aktuellen Situation um vielleicht auch der Panikmache einiger Kollegen ein wenig Einhalt zu gewähren.

Aktuelle Rechtslage: KUG geht dem BDSG regelmäßig vor

Kommt es im Einzelfall zur Frage der Anwendbarkeit von KUG und/oder BDSG, so gehen die Bestimmungen des KUG als spezialgesetzlicher Bildnisschutz regelmäßig vor. Dies ergibt sich nach allgemeiner Ansicht bereits aus dem alten § 1 Abs. 3 S. 1 BDSG, welcher die Subsidiarität des BDSG gegenüber spezielleren Gesetzen bestimmt hat.

Die §§ 22, 23 KUG regeln also im bekannten Grundsatz-Ausnahme-Verhältnis die Einwilligungspflicht für eine Veröffentlichung von Bildnissen, soweit nicht die Belange der abgebildeten Person hinter einem gesetzlich normierten Interesse des Nutzers zurückstehen müssen. Hiervon profitierten Privatpersonen ebenso wie professionelle Bildersteller und -verwerter.

Neue Rechtslage: DSGVO, BDSG-neu und KUG

Was passiert nun ab dem 25. Mai 2018? Die gesamte Diskussion in zahlreichen Publikationen dreht sich im Grunde um die Frage, ob das KUG als spezialgesetzliche Regelung der DSGVO und dem BDSG-neu noch vorgehe oder teilweise/vollständig verdrängt werde.

Soviel zur Theorie. In der Praxis stellt sich die Frage, was für Auswirkungen dieser Streit haben kann. Grundsätzlich vorwegnehmen wollen wir hier zunächst ohne Diskussion, dass u.a. das Anfertigen von Fotos, das Speichern und natürlich auch die Veröffentlichung dieser eine Verarbeitung personenbezogener Daten darstellen kann.

Keine Änderung bei Datennutzung im privaten oder familiären Bereich oder in Bezug auf Daten von Verstorbenen

Wir vertreten die Ansicht, dass bei Anfertigung und Nutzung von Fotografien im privaten Bereich weiterhin die „alte“ Rechtslage gilt. Also das KUG mit all seinen Facetten und Abwägungsschwierigkeiten im Einzelfall. Dies lässt sich bereits mit Art. 2 Abs. 2 lit. c DSGVO bzw. § 1 Abs. 1 S. 2 BDSG-neu begründen. Die DSGVO findet demnach keine Anwendung auf die Verarbeitung personenbezogener Daten durch natürliche Personen zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten.

Eine hierzu weitergehende Erklärung findet sich in den Erwägungsgründen, genauer in ErwG. 18:

Diese Verordnung gilt nicht für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten, die von einer natürlichen Person zur Ausübung ausschließlich persönlicher oder familiärer Tätigkeiten und somit ohne Bezug zu einer beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit vorgenommen wird. Als persönliche oder familiäre Tätigkeiten könnte auch das Führen eines Schriftverkehrs oder von Anschriftenverzeichnissen oder die Nutzung sozialer Netze und Online-Tätigkeiten im Rahmen solcher Tätigkeiten gelten.

Für die heutige Zeit wenig erstaunlich aber um so beispielhafter wird also ausdrücklich sogar die Veröffentlichung in sozialen Netzwerken vom Anwendungsbereich der DSGVO ausgeschlossen, solange dies ohne Bezug zur beruflichen oder wirtschaftlichen Tätigkeit geschieht. Dies ist eine äußerst weite Nutzungsmöglichkeit. Für private Schnappschüsse im Urlaub, auf der Straße oder zu Hause dürfte es also bei den alten Grundsatz-Ausnahme-Regelungen der §§ 22, 23 KUG bleiben.

Ähnlich deutlich soll die DSGVO nach ErwG. 27 nicht für die personenbezogenen Daten Verstorbener gelten. Da gibt es kaum mehr zu sagen. Hier gilt weiterhin das zu beachtende „postmortale Persönlichkeitsrecht“.

Mögliche Probleme bei gewerbsmäßiger Fotografie

Schwierigkeiten können sich also eher im gewerblichen / kommerziellen Bereich ergeben. Hier jedoch bereits: STOPP! Denn wie an anderer Stelle richtigerweise kurz zusammengefasst kann nach Art. 85 DSGVO der nationale Gesetzgeber Spezialregelung festlegen. Die Öffnungsklausel ist weit gefasst und lässt ausreichend Diskussionsspielraum zu.

Hier erinnert man sich auch an die Diskussion um die Cookie-Richtlinie und den Regelungen im TMG, wo nach Aussage des Gesetzgebers keine neuen Regelungen geschaffen werden mussten – sie waren schließlich schon da. Zwar wäre eine Klarstellung auch im Hinblick auf KUG vs. DSGVO bzw. BDSG-neu wünschenswert. Doch unserer und der Ansicht von Kollegen nach kann das KUG als eine solche Spezialregelung angesehen werden. Weitere Regelungen sind nicht zwingend notwendig.

Daher kann mit gutem Gewissen bereits hier ein Strich gezogen und vertreten werden: Auch bei gewerbsmäßiger Personenfotografie gelten weiterhin die §§ 22, 23 KUG.

Für alle Theoretiker aber mal weiter.

Was wäre wenn die DSGVO das KUG verdrängt

Selbst wenn wir die DSGVO zur Anwendung kommen lassen wollen, stellt sich die Frage der Auswirkungen. Viele stürzen sich direkt auf die Einwilligungspflicht. Das ist bereits fatal. Um dies darzustellen wollen wir hier schrittweise vorgehen: Gibt es 1. eine Rechtfertigungsmöglichkeit oder braucht der Fotograf 2. eine Einwilligung?

1. Rechtfertigungstatbestände nach Art. 6 DSGVO

Eine Erlaubnis zur Verarbeitung von personenbezogenen Daten finden wir in Art. 6 DSGVO. Die Verarbeitung ist nur rechtmäßig, wenn eine Einwilligung erteilt wurde (dazu unten) oder mindestens eine der nachstehenden Bedingungen erfüllt ist:

a. […]

b. die Verarbeitung ist für die Erfüllung eines Vertrags, dessen Vertragspartei die betroffene Person ist, oder zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen erforderlich, die auf Anfrage der betroffenen Person erfolgen;

c. die Verarbeitung ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung erforderlich, der der Verantwortliche unterliegt;

d. die Verarbeitung ist erforderlich, um lebenswichtige Interessen der betroffenen Person oder einer anderen natürlichen Person zu schützen;

e. die Verarbeitung ist für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die dem Verantwortlichen übertragen wurde;

f. die Verarbeitung ist zur Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten erforderlich, sofern nicht die Interessen oder Grundrechte und Grundfreiheiten der betroffenen Person, die den Schutz personenbezogener Daten erfordern, überwiegen, insbesondere dann, wenn es sich bei der betroffenen Person um ein Kind handelt.

Weniger interessant sind b.-d. Für b. muss der Auftrag von der betroffenen Person selbst erfolgen. Dass dürfte also selbsterklärend sein. C. verlangt, dass der Auftraggeber rechtlich verpflichtet ist, Fotos anzufertigen. Hier wird es kaum zu kommen. Und lebenswichtige Interessen im Sinne von d. sind nach ErwG. 46 beispielsweise humanitäre Zwecke einschließlich der Überwachung von Epidemien und deren Ausbreitung oder in humanitären Notfällen insbesondere bei Naturkatastrophen oder vom Menschen verursachten Katastrophen.

Mit e. wird es interessanter, u.a. im Rahmen von Pressearbeiten. Ist es von öffentlichem Interesse, dass im Rahmen einer Berichterstattung Fotos angefertigt und veröffentlicht werden? Noch interessanter dann bei f., zum Beispiel bei Auftragsfotografien auch von öffentlichen Sportveranstaltungen oder bei privaten Feierlichkeiten. Denn ErwG. 47 sieht es beispielhaft als „berechtigtes Interesse“ des Verantwortlichen (= Auftraggebers) an, wenn eine maßgebliche und angemessene Beziehung zwischen der betroffenen Person und dem Verantwortlichen besteht, z. B. wenn die betroffene Person ein Kunde des Verantwortlichen ist oder in seinen Diensten steht.

Es muss natürlich im Einzelfall geprüft werden, ob eine betroffene Person zum Zeitpunkt der Erhebung der personenbezogenen Daten und angesichts der Umstände, unter denen sie erfolgt, vernünftigerweise absehen kann, dass möglicherweise eine Verarbeitung für diesen Zweck erfolgen wird. Aber kann man bei einem Besucher einer Sportveranstaltung, eines Geburtstages oder einer Hochzeit –  der ggfs. sogar auf die Aufnahmen hingewiesen wurde – nicht von einer solchen angemessenen Beziehung sprechen? Dies dürfte äußerst gut zu begründen sein.

Bei einer rein „privaten“ Nutzung stellt sich noch die Frage, ob der Anwendungsbereich der DSGVO überhaupt eröffnet ist. Schließlich lässt sich über viele Einzelheiten streiten. Als Beispiel hierfür: Ist der Fotograf ein Freund z.B. des Geburtstagskindes („Ausübung persönlicher Tätigkeiten“, ErwG. 18) oder ein engagierter Fotograf mit Entgeltzahlung?

Das berechtigte Interesse aus Art. 6 DSGVO lässt zusammengefasst einen ähnlichen oder gar weiteren Spielraum zu, als die Abwägung des Veröffentlichungsinteresses vs. Persönlichkeitsrechts im Rahmen von §§ 22, 23 KUG.

2. Einwilligungs- und Widerrufsproblematik

Kann ein Fotograf aber tatsächlich einmal keine andere Rechtfertigung vorweisen, bleibt schlussendlich die Einwilligung. Nach Art. 6 Abs. 1 S. 1 lit a DSGVO ist eine Aufnahme erlaubt, wenn die betroffene Person ihre Einwilligung zu der Verarbeitung der sie betreffenden personenbezogenen Daten für einen oder mehrere bestimmte Zwecke gegeben hat.

Mit der DSGVO kommt die grundsätzliche Möglichkeit, Einwilligungen mündlich oder durch eine andere, nach ErwG. 32 „unmissverständliche“, Handlung abgeben zu können. Stillschweigen soll keine Einwilligung darstellen. Die einwilligende Person muss wie seit jeher insb. über Zweck und Umfang aufgeklärt sein, um die Einwilligung überhaupt bezogen auf die Verarbeitung abgeben zu können. Blanko- oder Generalweinwilligungsmöglichkeiten gab und gibt es entgegen einer weitläufigen Irrmeinung nicht. Grundsätzlich also alles wie bisher, mit dem „Hinkebein“ der Nachweisbarkeit. Der Fotograf muss im Zweifel nachweisen können, dass die abgebildete Person die informierte Einwilligung erteilt hat.

Auf die Anwendung von DSGVO vor KUG kommt es bei der Frage nach einer Widerrufsmöglichkeit sowie der Aufklärungspflicht hierüber an. Denn nach Art. 7 Abs. 3 DSGVO hat die betroffene Person das Recht, ihre Einwilligung jederzeit und ohne Angabe von Gründen zu widerrufen. Sie ist hierüber in Kenntnis zu setzen. Diese Möglichkeit schafft tatsächlich gewisse Unsicherheiten. Sollte also in seltenen Ausnahmefällen die (schriftliche) Einwilligung notwendig werden, dürfte anwaltlicher Rat angebracht sein. Hier muss wirtschaftlich wie rechtlich beraten und das weitere Vorgehen bestimmt werden. Hier kommt es u.a. auf geeignete Verträge an, um diese Unsicherheiten abzufangen.

Klarstellung: Fotografieren von Veranstaltungen

Da insbesondere im Bereich der Eventfotografie zahlreiche Nachfragen kommen, hierzu ganz kurz:

Egal ob nach KUG oder DSGVO: bei Veröffentlichung der Bilder muss bei fehlender Einwilligung eine Ausnahme nach § 23 Abs. 1 KUG oder eine Rechtfertigungsmöglichkeit nach Art. 6 DSGVO (wie z.B. ein berechtigtes Interesse) vorliegen. Es dürfte daher weder angebracht noch notwendig sein, jedem Gast oder Teilnehmer eine schriftliche Einwilligungserklärung unter die Nase zu halten, nur um fotografieren zu dürfen. Ein Konzertbesucher ist bereits wie ein Kunde des Veranstalters zu behandeln und damit kann bei Hinweis auf die Fotoaufnahmen sowie ggfs. die Rechte der betroffenen Person regelmäßig ein berechtigtes Interesse begründet sein.

Es ist und war jedoch seit jeher auch nach dem KUG nicht erlaubt, Personenbilder „einfach so“ z.B. im Internet zu veröffentlichen. Daran ändert auch der aktuelle Streit DSGVO vs. KUG nichts. Wo es bisher erlaubt war, dürfte es auch weiterhin erlaubt bleiben und wo früher Unsicherheiten bestanden, bestehen diese auch weiterhin .

Schriftliche Einwilligung im Arbeitsverhältnis bleibt Pflicht

Aufgrund der besonderen Bedeutung des Rechts der Arbeitnehmer, auch im Arbeitsverhältnis ihr Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung ausüben zu dürfen, muss im Arbeitsverhältnis die Einwilligung der Arbeitnehmer der Schriftform erfolgen (BAG, Urteil v. 19. Februar 2015 – 8 AZR 1011/13).

Diese Problematik der „Freiwilligkeit“ wird sich auch mit der DSGVO nicht ändern. Denn bei der Beurteilung der Freiwilligkeit ist insb. die Abhängigkeit des Arbeitnehmers zu berücksichtigen. Es gilt auch in Zukunft bei Bildnisnutzungen im Arbeitsverhältnis die Ermächtigungsgrundlagen (gesetzlich, Tarifvertrag, Betriebsvereinbarung) zu prüfen und bei fehlender Rechtfertigungsmöglichkeit die schriftliche Einwilligung einholen (§ 26 Abs. 2 S. 3 BDSG-neu).

Nicht vergessen: Kunstfreiheit

Das BVerfG (Urteil v. 08.02.2018 – 1 BvR 2112/15) hat bei Abwägung zum allgemeinen Persönlichkeitsrecht bereits festgestellt, dass die Straßenfotografie Kunst sein und dies nicht pauschal vernachlässigt werden könne. Auch hier kann also eine Berechtigung bestehen. Allerdings ist dies eine Bewertung des Einzelfalls, die nur in Ausnahmefällen herangezogen werden sollte.

Fazit: Mit der DSGVO lebt es sich auch als Fotograf besser als die Panikmache suggeriert

Diese „Wall of Text“ ist ein kleiner Einblick in unsere tägliche Beratungspraxis von Fotografen und Agenturen. Es ist nicht zu leugnen, dass ohne eine Klarstellung durch den Gesetzgeber oder die Rechtsprechung gewisse Rechtsunsicherheiten bestehen. Diese rechtfertigen jedoch kaum, die Kamera aus der Hand zu legen oder Bildverwertungen einzustellen.

Sich also mit der Thematik auseinander zu setzen und die Vorgaben zu kennen ist das eine, der Panikmache im Netz zu verfallen das andere. Selbst wenn die DSGVO dem KUG vorgehen sollte, besteht nach unserer Ansicht ein ausreichend großer Spielraum für eine auch gewerblich rechtmäßige Personenfotografie.

Jetzt muss man sich „nur“ noch mit den Themen Verarbeitungsverzeichnis, Auftragsverarbeitungsvertrag und Datenschutzerklärung auf der Homepage auseinandersetzen – und schon kann man wesentlich gelassener dem 25. Mai 2018 entgegensehen. Im Zweifel sollte man hierzu den versierten Anwalt seines Vertrauens befragen, um praxisnah und lösungsorientiert die möglichen Probleme in den Griff zu bekommen.

Autor:

https://www.rechtambild.de/2018/05/fotografieren-in-zeiten-der-dsgvo-grosse-panikmache-unangebracht/



17.04.2018 12:37 ( 139 x gelesen )

So wie früher und zu Hause fühlen

„Wer hat an der Uhr gedreht…?“  ertönt eines der „Rausschmeißerlieder“ morgens um fünf Uhr in der Tanzbar „Bottich“ in Aalen-Unterrombach. Die Frage kann man sich nun auch zum fünfzigsten Jubiläum im ‚Diskholzfass’ stellen. Auf den ersten Blick etwas in die Jahre gekommen, heimeliges 80er-Jahre Flair. Schummrige Wohnzimmeratmosphäre gleich im Eingangsbereichseparée links. Mit schwarz-rotem Samt bezogene, runde Sitznischen. Die Wände mit schwarzen Stoffbahnen behängt, darauf gerahmte Bandplakate oder Spiegelelemente, an der Decke weben sich großflächig Tarnnetze, durchsetzt mit glitzernden Diskokugeln. Kuschelnde Pärchen oder kleinere Damengruppen, die quatschen und ihren Rillingsekt schlürfen, den sie bereits am Eingang von der freundlichen Empfangsdame Tina kostenlos bekommen haben. Gegenüber nimmt der Barbereich die gesamte rechte Seitenfront ein. Hier tummeln sich Gäste mittleren Alters, häufig Kumpels léger mit Jeans und Karohemd gekleidet oder Freundinnen in kurzen Lederröcken auf Mädelsabend, sie trinken gemütlich Bier oder Wein, Nüsschen und Salzstangen sind inklusive, einfach mal ein bisschen raus aus dem Alltag und dem eigenen Wohnzimmer am Wochenende.

Chef Wolfgang Fausel und sein Bruder Peter betreiben den Bottich in dieser Form nun schon seit 44 Jahren und sie setzen gerade auf dieses nachhaltige Konzept, dass alles beim Bewährten und Bekannten bleiben soll, da sie darin das Erfolgsgarantierezept sehen. Überwiegend handelt es sich um treues Stammpublikum, das mit dem Bottich damals aufgewachsen ist und nun seien die Kinder aus dem Haus, oder vielleicht eine Ehe oder Beziehung auch einmal auseinandergegangen und man gehe als Wieder-Single auf Suche. So kann man eben den Samstagabend wieder hier verbringen. Zurück im Schoß der großen Bottichfamilie. Manche von ihnen dürften den Club noch in der ursprünglichen Form von 1968 kennen, als das Interieur bestückt mit hölzernen Bottichfässern war, die dem Ort den Namen gaben und der Bottich als „das originellste Lokal“ galt. Karlmann Reich, der Gaststättenkönig, verwandelte damals die ehemalige Gaststätte „Rössle“ zu einer „Kult-Disko“, die heute noch eine von zwei althergebrachten Diskotheken aus der Plattenmusikära deutschlandweit ist.

Ein Mann der ersten Stunde ist auch Bottich-Franz (Franz Rieger), Haus-DJ und der „Mann, der den Soul nach Aalen brachte“. Seit 45 Jahren ist er eine Institution der Lokalität und versorgt vorne von seinem Glaskasten vor der Tanzfläche aus das gemischte Tanzpublikum mit einer Bandbreite an ebenso vielen verschiedenen Musikrichtungen. Für jeden was dabei: „Hobbl“-Foxtrottrunden, 80er Hard- und Kuschelrock, 90er Freestyle und Pop, bis hin zu aktuelleren Rockstücken oder auch mal Helene Fischer. Eigentlich alles außer Techno. „Angefangen habe ich mit Soul und Beat in den frühen 70ern, mit Schallplatten, die ich von den Amerikanern bekommen habe“, schwelgt er verklärt in Erinnerungen. Damals boomte der Bottich regelrecht, die Eintrittsschlange reichte bis vor auf die Straße. Große Namen gaben sich die Ehre: darunter Siggi Schwarz, Howard Carpendale, Peter Maffay. Das Jazzurgestein Manfred Schiegl, heute über 80, legte mit seinem Quartett als erstes den musikalischen Grundstein für Bandauftritte im Bottich, und auch er kehrt nach 50 Jahren zurück back to the roots für einen Auftritt im Sommer.  Ansonsten neben Live-Bands – damals wie heute - das bekannte Angebot: Disco-Pub Nacht, Ü-40 Beat Club, Tenne, Jazz Jam Session,… Häufig mit dem traditionellen musikalischen Eröffnungstitel: „Time is tight“. Was für den Bottich wohl besser passen würde: „Time stands still“.

Reiner, heute 57 Jahre alt und aus Heidenheim, war und ist ebenfalls wieder dabei. „Früher sind meine Kumpels und ich hierher, um viel zu trinken und Frauen aufzureißen, heute möchte ich einfach nur gemütlich zwei, drei Bier trinken und abschalten.“ Er schätzt besonders die lockere Atmosphäre, in seinem Kapuzenpulli würde er sich in den ‚angesagten’ Clubs überhaupt nicht wohlfühlen. Hinten an den Spielautomaten lehnend denkt er, dass sich viele Leute heutzutage doch gewiss irgendwie nach Gewohnheit und den guten alten Zeiten zurücksehnen. Der Bottich als fixe Konstante und Rückzugsort. Hier muss man sich nicht aufdonnern, man kann einfach (wieder) Ich sein. „Und wo kann man denn überhaupt noch in Aalen und Umgebung zum Tanzen gehen, wenn man die 40 überschritten hat? Die Möglichkeiten sind rar und im Bottich weiß man halt, was man hat“, meinen Sigrid und Elvira auf der Tanzfläche vorne ebenso einhellig. Die beiden Ü-40er Aalenerinnen grooven oder twisten geschmeidig im Takt der Rockoldies aus vergangenen Zeiten und lächeln dabei nostalgisch in die tanzende Runde nach vorne oder nach hinten in der großen Spiegelwand sich selbst zu. Je später der Abend desto mehr verschmelzen sie und die anderen unterschiedlichen Einzeltänzer dicht an dicht gedrängt unter der blinkenden Diskokugel zu einer einheitlichen, friedlichen Masse: ein familiäres Miteinander. Und wahrlich keiner fühlt sich „out of time“. Auf die nächsten 50.

Christina Gößele



23.03.2018 20:56 ( 322 x gelesen )

Unter dem Motto "Unedelweiß extended - der Classic-VolxRock-Hammer" präsentiert die Band Unedelweiß ihr abwechlunsgreiches Live-Musikprogramm, von Alpinrock, Deutschrock bis hin zu "All-time-high"-Rock classics - unverwechselbar, frech und erdig präsentiert. Die Band zeichnet sich durch eine geballte Ladung ihrer Rock'n Roll-Attitüde aus, die sie in vielen Jahren auf Veranstaltungen und Konzerten auch weit über die Region hinaus entwickelt haben. Für das "extended" stehen hier Gastmusiker aus der Region, die zusammen mit der Band dem Ganzen noch die außergewöhnliche Würze geben - auf jeden Fall mächtig erlebenswert!



18.12.2017 20:39 ( 530 x gelesen )

Lokales

Oxford Circus bringen den Glanz der 70er zurück

In der Discothek Bottich steigt am Tag vor Heiligabend die traditionelle Rockfete
Oxford Circus, das sind (von links) Manfred Kubiak, Rico Klemm, Siggi Schwarz und Timo Landenberger.
Oxford Circus, das sind (von links) Manfred Kubiak, Rico Klemm, Siggi Schwarz und Timo Landenberger.
oxford circus

Aalen an Eine Reminiszenz an die 70er-Jahre, vor allem auch an die 70er-Jahre in Aalen, legt die Diskothek Bottich dem Publikum am Samstag, 23. Dezember, als Geschenk unter den Weihnachtsbaum. Ab 21 Uhr wird, wie mittlerweile alle Jahre wieder, die Band Oxford Circus zu erleben sein. Mit dabei sind zwei alte Bekannte, die wesentlich an der in den 70er-Jahren auch in Aalen beginnenden Rockgeschichte beteiligt waren: Gitarrist Siggi Schwarz und Bassist Manfred Kubiak.

Die 70er in Aalen, das waren nicht nur die Zeiten, in denen man im „Bottich“ oder im „Pub“ Blues oder Rock hörte. Es war auch die Zeit der ersten vor Ort gegründeten Rockbands in Aalen und Umgebung. Die bekanntesten waren „Bluespilz“, hier spielte der Heidenheimer Siggi Schwarz mit, und „Jigsaw Puzzle“, eine Aalener Band, in der Manfred Kubiak zu Hause war. Bis heute legendär sind Auftritte etwa bei „Rock am Kinderfest“ oder im Schubart-Gymnasium – beim Herbstfest der SMV oder beim SG-Fasching.

Aus jenen Tagen kennen sich Schwarz und Kubiak. Und immer wieder kreuzten sich die Wege damals auch auf der Bühne, ob im Vorprogramm von „Franz K.“ oder auch von Ina Deter („Neue Männer braucht das Land“). Und weil der Kontakt nie abgerissen ist, hatte man im Herbst 2011 beschlossen, aus purer Neugierde noch einmal gemeinsame Sache zu machen. Und als die Brüder Wolfgang und Peter Fausel vom „Bottich“ davon erfuhren, war das erste Konzert schon gebucht.

Dessen Erfolg 2011 war überwältigend, über 150 Fans mussten wieder nach Hause geschickt werden, weil der „Bottich“ ausverkauft war. Auch ein kurzfristig ins Programm genommenes Zusatzkonzert wenig später ging erneut vor ausverkauftem Haus über die Bühne. Und so geschieht es seither am Tag vor Heiligabend alle Jahre wieder. Diesmal bringt die Band einen neuen Sänger mit: Rico Klemm. Der stammt aus Berlin, absolvierte dort die Musikhochschule, wo er Gesang und Trompete studierte, und ist seit vielen Jahren europaweit als Profimusiker unterwegs; in Deutschland war er unter anderem Frontmann der Band „Number Nine“, die er in mehr als 1000 Konzerten auf die Bühne führte.

Das nagelneue Programm der Band beinhaltet nicht nur die großen Rock-Klassiker der 1960er- und 1970er-Jahre, sondern auch einige faustdicke Überraschungen.

Kartenreservierungen: Telefon 0177/1963757 und 07361/35852, E-Mail wolfgang.fausel@gmx.de und info@bottich-online.de sowie an Veranstaltungstagen im „Bottich“.



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