top-01
Bottich
Diskothek, Tanzbar, Live Club,
Jazz Club
D-73434 Aalen
Hofherrnstr.81
Tel. 07361-41222

 
alles-wird-gut.jpg
Menu
Ü40 BeatCluB

Vorankuendigungen

Das beliebteste Ausflugslokal

auch schon in den 50ér Jahren

das "Rössle" seit 1968 "BOTTICH"

Postkarte ist von 1957

JazzJamSession

2020

Download hier:

New Werbe Banner ab 03/2020

jeden 2´ten Mittwoch im Monat

  • Eintritt frei
  • Alle Instrumente Willkommen

_______________________________

____________________________

Ü40 BeatCluB

_______________________________

Presseberichte

http://stories.schwaebische.de/bottich#94867

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-50-Jahre

Der-Bottich-feiert-Geburtstag-_arid,10646522_toid,1.html

21.03.2020 17:32 ( 73 x gelesen )

Corona-Krise, Stand: 21.03.2020, 14:00 Uhr

Corona-Verordnung des Landes verschärft


Sehr geehrter Herr Fausel,

gestern, 20.03.20, haben wir sie über die Verschärfung der Corona-Verordnung informiert. In diesem Newsletter stellen wir Ihnen die Auswirkungen der neuen Regelungen auf unsere Branche sowie Hinweise zur Umsetzung gebündelt dar. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, offene Fragen im Dialog mit der Landesregierung zu klären und werden über die Ergebnisse umgehend informieren. Bitte beachten Sie auch unsere laufend aktualisierten Informationen unter www.dehogabw.de

Was ist neu geregelt?
Die Landesregierung hat die Corona-Verordnung verschärft. Die neuen, strengeren Regelungen gelten bereits ab Samstag, den 21.3.2020. Für die gastgewerbliche Branche bedeutet die Verschärfung, dass die vorherige Ausnahmeregelung für Schank- und Speisebetriebe aufgehoben ist. Die Regelungen für ausnahmsweise zulässige Beherbergungsbetriebe wurden vom Wortlaut her neu gefasst.

Die Änderungsverordnung beinhaltet folgende, für das Gastgewerbe relevante Regelungen:

1. Der Betrieb folgender Einrichtungen wird bis zum 19.04.2020 untersagt:
Gaststätten und ähnliche Einrichtungen, wie Cafés, Eisdielen, Bars, Shisha- Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen
Beherbergungsbetriebe, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze
eine Beherbergung darf ausnahmsweise zu geschäftlichen, dienstlichen oder,  in besonderen Härtefällen, zu privaten Zwecken erfolgen

2. Von der Untersagung ausgenommen sind:
Abhol- und Lieferdienste einschließlich solche des Online-Handels
Außer-Haus-Verkauf von Gaststätten
 
3. Voraussetzungen für die Ausnahme:
Die Ausnahme in Ziff. 2 gilt nur dann, wenn die Einhaltung der erforderlichen Hygienestandards sichergestellt ist.
Die Öffnung ist an allen Sonn- und Feiertagen beschränkt auf den Zeitraum von 12 bis 18 Uhr zulässig.
 
4. „Mischbetriebe“:
Die Änderungsverordnung vom 20.3.2020 besagt, dass bei Anbieten von „Mischsortimenten“ Warenbereiche, die nicht von der Ausnahme umfasst sind, für den Publikumsverkehr abzusperren sind und der Verkauf insoweit einzustellen ist.
 
5. Anmerkungen DEHOGA Baden-Württemberg, was  für den Außer-Haus-Verkauf von Gaststätten zu beachten ist:
Es dürfen im Gastraum keine Gäste bewirtet werden, der Gastbetrieb ist erkennbar einzustellen, es ist aufzustuhlen.
Ein Hinweis an der Eingangstür, dass der Gaststättenbetrieb geschlossen ist und nur noch für Essen zum Mitnehmen und auf Bestellung öffnet, wird empfohlen.
Der Zugang zum Betrieb zur Abholung von Speisen muss so geregelt sein, dass sich nicht mehr als 5 Personen gleichzeitig im Betrieb aufhalten. Abstandsregeln und Hygienestandards sind einzuhalten.
Aus Gründen der Risikovermeidung ist es sinnvoll, die Abholung an der Tür oder einem Hilfstresen im Türbereich abzuwickeln.
Der Verzehr abzuholender Speisen im Gastraum ist unzulässig.
Wir gehen davon aus, dass die Beschränkung der Öffnungszeiten von 12 Uhr bis 18 Uhr an Wochentagen (Montag bis Samstag) nicht gilt.
 
6. Anmerkungen DEHOGA Baden-Württemberg, was Beherbergungsbetriebe zu beachten haben
Durch die Änderungsverordnung ist die vorherige Regelung für gewerbliche Übernachtungsangebote aufgehoben. Der Begriff „gewerbliche“ Übernachtungsangebote und „notwendiger Zweck“ wurde gestrichen.
Nach der neuen Regelung darf eine Beherbergung ausnahmsweise zu geschäftlichen, dienstlichen oder – in besonderen Härtefällen – zu privaten Zwecken erfolgen.
Den Hotelier trifft insofern eine Mitwirkungspflicht, als er den Reiseanlass zu überprüfen hat.
Beispiele für das Vorliegen eines Härtefalls, bei dem dann auch private Reisezwecke zulässig sind, können Begleitung eines schwerkranken Partners in eine weiter entfernt liegende Klinik sein.
Nach Sinn und Zweck der Änderungsverordnung gehen wir davon aus, dass auch Hotelgäste nicht mehr im Hotelrestaurant oder an der Hotelbar bedient werden dürfen. Das Anbieten von Speisen jeglicher Art ( auch im Frühstücksbereich) in Buffetform ist bei Einhaltung der erforderlichen Hygienestandards nicht mehr möglich. Alternativ ist das Angebot von Speisen denkbar, das als „Paket“ ( wie bei Take away Lösungen ) verpackt an den Gast ausgegeben wird. Für das Frühstück bedeutet das, dass der Gast sein Frühstückspaket an einer festzulegenden „Ausgabestelle“ im Hotel abholen kann und dann außerhalb des Hotels oder auf seinem Zimmer konsumiert. Kaffee kann z.B. auch als „to go“ angeboten werden. Das Vorhalten eines Getränke- und Speisenangebots im Roomservice ist ebenfalls weiterhin zulässig. Zu vermeiden ist auf jeden Fall, dass sich der Gast ins Hotelrestaurant setzt, um zu frühstücken oder zu essen.
Hotelschwimmbäder, Hotelsaunen, Wellnessbereiche und Fitnessräume sind weiterhin geschlossen zu halten.


Der DEHOGA Baden-Württemberg appelliert an alle gastgewerblichen Betriebe im Land, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und sich konsequent an die neuen Bestimmungen zu halten. Wir werden unsere Mitglieder fortlaufend über aktuelle Entwicklungen informieren.

Die komplette Mitteilung der Landesregierung zur neuen Fassung der Corona-Verordnung lesen Sie

Link:



20.03.2020 10:38 ( 80 x gelesen )

  • Stand 21.03.2020 -14:15h

Prof.Dr. Harald Lesch - Empirische Zahlenrechnung

Coronavirus – unnötiger Alarm bei COVID-19?

https://www.youtube.com/watch?v=Fx11Y4xjDwA&fbclid=IwAR3DZh3eiIwsS9P_B3IbfGvNx7KppBE5_1-wrAyfM9eYtvmXl3BQN5p-2bA

  • Stand 20.03.2020 -14:15h

Presseerklärung Ministerpräsident von Baden Württemberg Winfried Kretschmann

https://youtu.be/FfYo2wyIdrQ

https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.coronavirus-kretschmann-verkuendet-weitere-massnahmen-im-livestream.d5ee0052-fc64-4c4a-a687-8bfb0dc58dc8.html

  • Stand 19.03.2020 -14:00

Countries, areas or territories with cases

https://experience.arcgis.com/experience/685d0ace521648f8a5beeeee1b9125cd



18.03.2020 09:04 ( 88 x gelesen )

Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung -CoronaVO)vom 17. März 2020Auf Grund von §32 in Verbindung mit den § 28Absatz 1Satz 1 und 2und §31 des Infek-tionsschutzgesetzes(IfSG)vom 20. Juli 2000 (BGBl. I S. 1045), das zuletzt durch Artikel 1des Gesetzes vom 10. Februar 2020(BGBl. I S. 148) geändert worden ist,wird verordnet:

§ 1Einstellung des Betriebs an Schulen, Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflegestellen(1) Bis zum Ablauf des 19.April 2020 sind 1.der Unterrichtsbetrieb sowie die Durchführung außerunterrichtlicher und anderer schulischer Veranstaltungen an den öffentlichen Schulen, Schulkindergärten, Grundschulförderklassen und den Schulen sowie Schulkindergärten in freier Trä-gerschaft,2.die Nutzung schulischer Gebäude für nichtschulische Zwecke,3.der Betrieb von Kindertageseinrichtungen sowie Kindertagespflegeund4.der Betrieb von Betreuungsangebotender verlässlichen Grundschule, flexiblen Nachmittagsbetreuung, Horte sowie Horte an der Schuleuntersagt.

(2)

Die Untersagung nach Absatz 1 gilt nicht für Schulen am Heim an nach § 28 LKHG an-erkannten Heimen für Minderjährige soweit die Schüler ganzjährig das Heim besuchen sowie Sonderpädagogische Bildungs-und Beratungszentren mit Internat, die ganzjährig geöffnet sind.Die Untersagung gilt ferner nicht für Schulen der Altenpflege, Altenpflegehil-fe, Krankenpflege, Krankenpflegehilfe, Kinderkrankenpflege, Entbindungspflege(Hebam-men), Notfallsanitätersowie Schulen zur Ausbildung von Medizinisch-technischen Assis-tenten und Pharmazeutisch-technischen Assistenten, soweit dort Schüler und Schülerin-nen geprüft und unterrichtet werden, deren Abschluss bis spätestens30. Mai2020 erfol-gen sollsowie für die Weiterbildung für Intensivkrankenpfleger.Das Kultusministerium kann Ausnahmen von Absatz 1 für die Sonderpädagogischen Bildungs-und Beratungs-zentrenmit den Förderschwerpunkten emotionale und soziale Entwicklung, Sehen, Hören, geistige Entwicklung, körperliche und motorische Entwicklung, Schülerinnen und Schülerin längerer Krankenhausbehandlung sowie die entsprechenden Einrichtungen des frühkindli-chen Bereichs zulassen, sofern dies aufgrund des besonderen Förder-und Betreuungsbe-darfs erforderlich ist. (3) Das Kultusministerium kann zur Durchführung schulischer Abschlussprüfungen Aus-nahmen von Absatz 1 sowie von § 4 Absatz 1 Nummer 4 und 5 zulassen. Dasselbe gilt für das Sozialministerium in Bezug auf Gesundheitsberufeschulen und Schulen für Sozialwe-sensowie für das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz im landwirt-schaftlichen Bildungsbereich. (4) Ausgenommen von der Untersagung nach Absatz 1 sind Schülerinnen und Schüler an Grundschulen, an Grundschulstufen von Sonderpädagogischen Bildungs-und Beratungs-zentren, Grundschulförderklassen, Schulkindergärten,und denKlassenstufen 5 und 6 der auf derGrundschule aufbauenden Schulen sowie Kinder in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege, sofern beide Erziehungsberechtigteoder die oder der Alleinerziehendein Bereichen der kritischen Infrastrukturim Sinne vonAbsatz 6tätig und nicht abkömmlichsind. Alleinerziehenden gleichgestellt sind Erziehungsberechtigte dann, wenn die oder der weitere Erziehungsberechtigte aus zwingenden Gründen, zum Beispiel wegen einer schwerenErkrankung,an der Betreuung gehindert ist.Für diese Kinder wird eine Notbe-treuung bereitgestellt, die sich auf den Zeitraum des Betriebs im Sinne des Absatz 1 er-streckt, den sie ersetzt. Die Notbetreuung findet in der jeweiligen Einrichtung, die das Kind bisher besuchte, durch deren Personal in möglichst kleinen Gruppen statt; Ausnahmen hiervon sind nur bei objektiver Unmöglichkeit zulässig. § 5 Absatz 2 findet auf den gemein-samen Verzehr von Speisen bei einer Notbetreuung entsprechende Anwendung. Vom

Mindestpersonalschlüssel des § 1 KiTaVO kann in der Notbetreuung abgewichenwerden, sofern die Wahrnehmung der Aufsichtspflicht dennoch uneingeschränkt möglich ist.(5) Ausgeschlossen von derNotbetreuunggemäß Absatz 4sind Kinder, 1.die in Kontakt zu einer infizierten Person stehen oder standen, wennseit dem Kon-takt mit einerinfizierten Person noch nicht 14 Tage vergangen sind, oder2.die sich innerhalb der vorausgegangenen 14 Tage in einem Gebiet aufgehalten ha-ben, das durch das Robert Koch-Institut (RKI) im Zeitpunkt des Aufenthalts als Risi-kogebiet ausgewiesen war; dies gilt auch, wenn das Gebiet innerhalb von 14 Tagen nach der Rückkehr neu als Risikogebiet eingestuft wird, oder3.mit SymptomeneinesAtemwegsinfektsoder erhöhter Temperatur.(6) Kritische Infrastruktur im Sinne des Absatz 4sind insbesondere1.die in den §§ 2 bis 8 der BSI-Kritisverordnung(BSI-KritisV) bestimmten SektorenEnergie, Wasser, Ernährung, Informationstechnik und Telekommunikation, Gesund-heit, Finanz-und Versicherungswesen, Transport und Verkehr,2.die gesamte Infrastruktur zur medizinischen und pflegerischen Versorgung ein-schließlich der zur Aufrechterhaltung dieser Versorgung notwendigen Unterstüt-zungsbereiche, der Altenpflege und der ambulantenPflegedienste, auch soweit sie über die Bestimmung des Sektors Gesundheit in § 6BSI-KritisV hinausgeht, 3.Regierung und Verwaltung, Parlament, Justiz-und Abschiebungshaftvollzugsein-richtungensowie notwendige Einrichtungen der öffentlichen Daseinsvorsorge(ein-schließlich der Einrichtungen gemäß § 36 Absatz 1 Nummer 4 IfSG), soweitBe-schäftigte von ihrem Dienstherrn unabkömmlich gestellt werden,4.Polizei und Feuerwehr (auch Freiwillige) sowie Notfall-/Rettungswesen einschließ-lich Katastrophenschutz,5.Rundfunk und Presse,

6.Beschäftigte der Betreiber bzw. Unternehmen für den ÖPNV und den Schienenper-sonenverkehr sowie Beschäftigte der lokalen Busunternehmen, sofern sie im Linien-verkehr eingesetzt werden,7.das Personal der Straßenmeistereien und Straßenbetriebe,8. Bestatter.(7) Das Kultusministerium kann über die in Absatz 6 genannten Bereiche hinaus weitere Bereiche der kritischen Infrastruktur lageangepasst festlegen.(8) Schülerinnen und Schüler sowie Kinder, deren bisher besuchte Einrichtung einem Be-triebsverbot unterliegt und für die nach den Absätzen 1 bis 7 keine Ausnahme vorgesehen ist, dürfen die betreffenden Einrichtungennicht betreten. Die Personensorgeberechtigten haben für die Beachtung der Betretungsverbotezu sorgen. (9) Das Kultusministerium wird gemäß § 32 Satz 2 IfSG ermächtigt, durch Rechtsverord-nung die Dauer der Untersagung nach Absatz 1 zu verlängern sowie deren Bedingungen festzulegenund die Ausgestaltung der Notbetreuung nach den Absätzen 4 und 5 anzupas-sen. Das Recht der zuständigen Behörden, weitergehende Maßnahmen nach dem Infek-tionsschutzgesetz anzuordnen, bleibt hiervon unberührt.§ 2 Hochschulen(1) Der Studienbetrieb an den Universitäten, Pädagogischen Hochschulen, Kunst-und Mu-sikhochschulen, Hochschulen für angewandte Wissenschaften, der DHBW und den Aka-demien des Landes wird biszum 19. April 2020 ausgesetzt; bereits begonnener Studien-betrieb wird bis zu diesem Zeitpunkt unterbrochen. Online-Angebote sind weiterhin mög-lich. Über die Nachholung von ausgefallenen Veranstaltungen und Prüfungen entscheidet die Hochschule in eigener Verantwortung.Die Hochschulen sorgen dafür, dass die Studen-tinnen und Studenten alle im Sommersemester 2020 vorgesehenen Studienleistungen er-bringen können und zugleich die Studierbarkeit gewährleistet ist.Mensen und Cafeterien bleiben bis zum 19. April 2020 geschlossen.Die Landesbibliotheken bleiben bis 19. April

2020 für den Publikumsverkehr geschlossen. Online-Dienste können für die wissenschaft-liche Nutzung geöffnet bleiben.(2) Das Wissenschaftsministerium wird gemäß § 32 Satz 2 IfSG ermächtigt, durch Rechts-verordnung die Dauer der Untersagung nach Absatz 1 zu verlängern sowie Ausnahmen in begründeten Einzelfällen zuzulassen. Das Recht der zuständigen Behörden, weitergehen-de Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz anzuordnen, bleibt hiervon unberührt.§ 3Verbot vonVersammlungen und sonstigenVeranstaltungen(1) Zusammenkünfte in Vereinen und sonstigen Sport-und Freizeiteinrichtungen sowie die Wahrnehmung von Angeboten in Volkshochschulen, Musikschulen und sonstigen öffentli-chen und privaten Bildungseinrichtungen im außerschulischen Bereich sowie Reisebusrei-sen sind untersagt.(2) Zusammenkünfte in Kirchen, Moscheen, Synagogen und die Zusammenkünfte anderer Glaubensgemeinschaften sind untersagt.(3) Sonstige Versammlungen und sonstige Veranstaltungen sind untersagt. (4) Die zuständigen Behördenkönnen aus wichtigem Grund unter Auflagen zum Schutz vor Infektionen Ausnahmen vom Verbot nach den Absätzen1 bis 3 zulassen. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere vor,wenn1.Versammlungen und sonstige Veranstaltungen der Aufrechterhaltung der kritischenInfrastrukturim Sinne von § 1 Absatz 6dienen oder2.es sich um gesetzlichvorgeschriebene Veranstaltungenhandeltund eine Verlegung des Termins nicht möglich ist. (5) Das Sozialministerium wird gemäß § 32 Satz 2 IfSG ermächtigt, durch Rechtsverord-nung die in den Absätzen 1 bis3genannte GrenzederTeilnehmendenzahlzu ändernund hierbei auch unterschiedliche Grenzen für Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel festzusetzen.



16.03.2020 20:54 ( 97 x gelesen )

Landesregierung beschließt Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus

Aufgrund der sich zuspitzenden Lage und der stark steigenden Zunahme von Corona-Infektionen in Baden-Württemberg hat die Landesregierung eine Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen beschlossen.

Stuttgart, den 16. März 2020

Die Regierung des Landes Baden-Württemberg:

Kretschmann, Strobl, Sitzmann, Dr. Eisenmann, Bauer, Untersteller, Dr. Hoffmeister-Kraut, Lucha, Hauk, Wolf, Hermann, Erler

Aufgrund der sich zuspitzenden Lage und der stark steigenden Zunahme von Corona-Infektionen in Baden-Württemberg hat die Landesregierung am Montag (16. März 2020) eine Rechtsverordnung nach dem Infektionsschutzgesetz beschlossen. Diese gilt sofort und wird das öffentliche Leben für die Menschen in Baden-Württemberg in vielen Bereichen stark einschränken.

Ausbreitung des Virus noch stärker verlangsamen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Die Zahl der infizierten Menschen im Land steigt weiter stark. Gleichzeitig gelingt es uns aktuell sehr gut, alle erkrankten Menschen medizinisch bestmöglich zu versorgen. Um dies auch in den kommenden Wochen sicherzustellen, müssen wir die Ausbreitung des Virus noch stärker verlangsamen.  Die Verlangsamung ist unser oberstes Ziel – und deshalb haben wir heute weitere entschiedene Maßnahmen beschlossen. Ich bin mir bewusst, dass wir den Bürgerinnen und Bürgern damit einiges abverlangen. Abe nur so können wir die Krise mit geeinter Kraft bewältigen.“

Gesundheitsminister Manne Lucha: „Wir müssen jetzt weitere Vorkehrungen für den Schutz besonders gefährdeter Gruppen treffen und die medizinische Versorgung ausbauen, damit bei einem zu erwartenden weiteren Anstieg der Fallzahlen die medizinische Versorgung der schwer Erkrankten gewährleistet werden kann.“

Alle nicht unbedingt notwendigen Sozialkontakte einstellen

Kretschmann und Lucha appellierten noch einmal eindringlich an die Bürgerinnen und Bürger des Landes, sich an die Verordnung zu halten und von sich aus alle nicht unbedingt notwendigen Sozialkontakte einzustellen. „Bleiben Sie wenn möglich zu Hause, meiden Sie größere Menschenmengen, ziehen Sie sich zurück, achten Sie auf räumliche Distanz.“ Nur so werde es gelingen, die Ausbreitung des Virus zu verlangsamen. Hierfür trage jede und jeder Einzelne Verantwortung.

Die Verordnung regelt neben der bereits kommunizierten Schließung mit wenigen Ausnahmen von Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen und Hochschulen auch das Betriebsverbot folgender Einrichtungen:

  • Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater,
  • Bildungseinrichtung jeglicher Art, insbesondere Akademien und Fortbildungseinrichtungen, Volkhochschulen
  • Kinos,
  • Schwimm- und Hallenbäder, Thermalbäder, Saunen,
  • Fitnessstudios und sonstige Sportstätten in geschlossenen Räumen,
  • Volkshochschulen und Jugendhäuser,
  • öffentliche Bibliotheken,
  • Vergnügungsstätten sowie
  • Prostitutionsstätten.

Alle Besuche in Krankenhäusern, Reha-Einrichtungen, Dialyse-Einrichtungen und Tageskliniken sind ab sofort bis auf Weiteres verboten. Ausnahmen sind nur bei erkrankten Kindern, in Teilen der Psychiatrie und zur Sterbebegleitung unter Auflagen erlaubt. In Alten- und Pflegeheimen sowie stationären Einrichtungen für Menschen mit Behinderung sind Besuche nur mit Erlaubnis der Einrichtungsleitung und unter Schutzvorkehrungen möglich.

Personen mit Anzeichen von Atemwegserkrankungen sowie Kontaktpersonen von Corona-Erkrankten ist der Zutritt zu all diesen Einrichtungen komplett untersagt.

Der Betrieb von Gaststätten wird grundsätzlich untersagt. Von diesem Verbot ausgenommen sind Speisegaststätten, wenn sichergestellt ist, dass

  • die Plätze für die Gäste so angeordnet werden, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zwischen den Tischen gewährleistet ist,
  • Stehplätze so gestaltet sind, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Me-tern zwischen den Gästen gewährleistet ist und
  • in geeigneter Weise sichergestellt wird, dass im Falle von Infektionen für einen Zeitraum von jeweils einem Monat mögliche Kontaktpersonen nachverfolgbar bleiben.

Veranstaltungen in geschlossenen Räumen und unter freiem Himmel mit mehr als 100 Teilnehmern sind verboten. Darüber hinaus gilt grundsätzlich die dringende Empfehlung alle Veranstaltungen, die nicht unbedingt notwendig sind, abzusagen – auch Familienfeiern mit weniger als 100 Gästen etc.

Bei öffentlichen Veranstaltungen mit weniger als 100 Teilnehmern entscheiden die zuständigen Behörden vor Ort auf Basis einer Risikoabwägung anhand der Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und unter Berücksichtigung des lokalen Infektionsgeschehens über ein Verbot. Für weitere Informationen zu einzelnen Veranstaltungen wenden Sie sich bitte an die Kommunen bzw. zuständigen Ortspolizeibehörden.

Die Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona) wird hiermit durch öffentliche Bekanntmachung des Staatsministeriums notverkündet gemäß § 4 Satz 1 des Verkündungsgesetzes.

Verordnung der Landesregierung
über infektionsschützende Maßnahmen
gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2
(Corona-Verordnung – CoronaVO)



11.03.2020 10:04 ( 153 x gelesen )

Pandemie der Panik

Ruhig zu bleiben fällt in Zeiten der Panikmache angesichts des Coronavirus schwer. Warum wir es trotzdem tun sollten, erklärt unsere Autorin, Dozentin für Hygiene, Prävention und Sozialmedizin an der Uni Bozen.

Die gute Nachricht vorneweg: Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit werden Sie nicht an Corona sterben. Die schlechte hinterher: Sterben werden Sie trotzdem. Ich kann Ihnen sogar sagen, woran: Vermutlich an einer kardiovaskulären Erkrankung – zumindest statistisch gesehen. An Viren zu sterben ist voll Achtziger, der moderne Mitteleuropäer stirbt vorwiegend an seinen schlechten Gewohnheiten, die ihm irgendwann die Gefäße dichtmachen. Und jetzt kommt Corona und trifft uns da, wo es am meisten weh tut: In unserem bedingungslosen Fortschrittsglauben, dass wir alles im Griff und für jedes Problem eine Lösung haben.

Tatsächlich haben wir aber bemerkenswert wenig im Griff, den Tod zum Beispiel nicht und Krankheiten leider auch nur begrenzt. Und die Verbreitung von COVID-19 auch nicht (mehr) – denn dafür sind inzwischen zu viele betroffen und unsere Welt zu sehr globalisiert. Damit macht uns Corona weniger wegen seiner vermuteten Letalität*, sondern wegen des gefühlten Kontrollverlustes Angst: Da kommt etwas, worauf wir nicht vorbereitet sind. Da kommt etwas, das wir noch nicht kennen und wogegen wir (noch) kein Mittel haben. Da kommt etwas, von dem wir nicht wissen, wann es endlich wieder gehen wird und wie viele es tatsächlich mitnehmen wird.

Denn auch wenn das Gerücht diesbezüglich nicht totzukriegen ist: Corona ist tödlicher als die Influenza. Die genaue Letalität von COVID-19 werden wir aber erst in einiger Zeit wissen, nämlich dann, wenn alles vorbei ist. Im Moment – aber diese Zahl wird sich wie gesagt verändern – beträgt sie außerhalb von Wuhan vermutlich irgendetwas zwischen ein und vier Prozent mit starken regionalen Schwankungen. Übersetzt bedeutet das: Es wird nicht die Apokalypse, ernst nehmen muss man es aber schon. Denn es wird zwar der größte Teil der Infizierten schadlos davonkommen, aber ein kleiner Prozentsatz wird nicht überleben. Bei der spanischen Grippe, mit der sich unsere Vorfahren um 1918 herumschlagen mussten, vermutet man beispielsweise eine Letalität zwischen zwei und drei Prozent. Und wie bei der spanischen Grippe liegt die Gefährlichkeit von COVID-19 nicht darin, dass es einen Einzelnen umhaut, sondern dass es viele gleichzeitig trifft – und dass deswegen unsere Gesellschaft erst ins Wanken und dann ins Chaos gerät, weil zum Beispiel Versorgungskapazitäten nicht ausreichen, Krankenhausbetten ausgelastet und Handelswege blockiert sind. 

Realitätscheck gegen Hysterie

Epi- und Pandemien sind weniger eine Herausforderung für den Einzelnen, als für uns als Gesellschaft: Wie gehen wir mit einer plötzlichen Bedrohung um? Oszillieren wir zwischen Panik und Bagatellisieren? Gehen wir noch zur Arbeit oder bleiben wir schon zuhause, um literweise Desinfektionsmittel herzustellen? Hamstern wir Haltbares und wechseln wir die Straßenseite, wenn unser asiatischer Nachbar kommt? Halten wir uns an sachliche Hygieneregeln oder alles für chinesische Propaganda?

Nun will nachvollziehbarerweise keiner an einem Virus sterben. Aber die Wahrheit ist: Menschen sterben aus den blödesten Gründen. Sie werden überfahren, fallen angeschnallt vom Himmel oder ungesichert von den Bergen und werden mit dem Küchenmesser vom Ex-Mann erstochen. Verzeihen Sie bitte diese unschöne Aufzählung, aber tatsächlich ist etwa das Risiko, dass ich oder meine Freundinnen in meinem Alter in Italien an Corona sterben viel geringer als das Risiko, an unserem Geschlecht zu sterben: Frauen werden hierzulande ja alle 72 Stunden ermordet, deswegen wurde allerdings noch nie ein Fussballspiel abgesagt. Und: Ich halte eigentlich nicht viel von Es-gibt-immer-noch-Schlimmeres-Vergleichen, aber ein kleiner Realitätscheck hilft gegen kollektive Hysterie. Deswegen lassen Sie mich fortfahren mit Gevatter Tod’s grotesken Gepflogenheiten: Menschen ertrinken im Mittelmeer, erfrieren in Flüchtingscamps in Griechenland, oder verhungern in der zentralafrikanischen Republik. Sie werden erschossen, zerbombt und zermetzelt weil sie das Pech hatten, zur falschen Zeit am falschen Ort Mensch zu sein. Die Sadisten und die Nekrophilen brachten und bringen unserer Welt so viel Tod, wie es die spanische Grippe, Corona und HIV zusammen nie schaffen werden. An Viren wollen wir zwar keinesfalls sterben, wegen Religion, Staat, Überzeugungen, Rohstoffen, Ehre, Geschlecht und Hautfarbe wird aber weiterhin fleißig gestorben. Und vor allem wegen Hunger, der aufgrund des Klimawandels erstmals seit 2000 wieder schlimmer wird: An Corona sind bisher 2.933 (Stand 29.02.2020 und es liegt leider in der Natur dieser Sache, dass es noch mehr werden) Menschen gestorben, an Hunger sterben jedes Jahr geschätzte neun Millionen Menschen, davon rund 3,1 Millionen Kinder. 

Corona macht die Panik, die uns Mikroplastik in der Luft, der Hunger in der Welt und die Kriege nebenan schon längst hätten machen sollen.

Aber keiner stampft deswegen Krankenhäuser über Nacht aus dem Boden, sperrt Städte ab, schließt Schulen, stoppt Züge und schickt das Militär in die Provinz. Was ja insgesamt auch Maßnahmen sind, über die man bei einer potenziellen Pandemie schon mal reden kann. Die Frage ist: Warum redet man sonst nicht darüber? Corona hat uns vor allem eines gezeigt: Wie schief die kollektive, mediale und politische Wahrnehmung von Bedrohungen tatsächlich hängt. 

Während die WHO aktuell diskutiert, ob man COVID-19 noch als Epidemie oder doch schon als Pandemie einstuft, hat die Hysterie auf jeden Fall schon pandemische Ausmaße angenommen: Corona macht die Panik, die uns Mikroplastik in der Luft, der Hunger in der Welt und die Kriege nebenan schon längst hätten machen sollen. Corona lässt innerhalb weniger Tage sanitäre Versorgungsstrukturen entstehen, die auf Lesbos seit Monaten dringend gebraucht würden. Corona zwingt Politiker*innen zu Entscheidungen und Stellungnahmen, die ihnen alle Femizid-Opfer zusammen in den letzten hundert Jahren nicht entlocken konnten.

Es ginge, wenn wir wollten

Corona versetzt das Volk in eine kollektive Habachthaltung, die die Luftverschmutzung mit ihren 4,6 Millionen Toten pro Jahr mindestens genauso rechtfertigen würde. Wenn, sagen wir, nur halb so viele Südtiroler*innen, die jetzt Hamsterkäufe machen, die Brennerautobahn blockieren würden, dann gäbe es beispielsweise sehr schnell raschere und mutigere Entscheidungen in einer Transitpolitik, die im Moment nur der Wirtschaft, aber sicher nicht der Gesundheit der Südtiroler*innen zuträglich ist. Und apropos Zukunft: Wer sich heute vor Corona in die Hosen macht, der darf sich morgen auf neue Erreger wie das Dengue-Fieber, Zika, Chikungunya oder das West-Nil-Virus freuen – denn bei steigenden Temperaturen breiten die sich auch dort aus, wo sie bisher nie waren. 

Corona zeigt uns, dass es ginge, wenn wir wollten. Dass Staaten schnell, unbürokratisch und transnational helfen und kommunizieren können, dass sie Ausnahmeregelungen rasch umsetzen, Geld locker machen und Humanressourcen bereitstellen können, um die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen – wenn sie denn wollten. Man muss aber wohl davon ausgehen, dass sie bei den Kindern, die an der türkischen Grenze erfrieren oder denen sie auf der Insel Lesbos bei Krankheiten mit einer wirklich hohen Letalität wie Diabetes, Epilepsie oder Herzkrankheiten die medizinische Versorgung verwehren, einfach nicht wollen. Und auch vor der eigenen Haustür in der Euregio scheinen die Länder im Kampf gegen den Feinstaub, der nicht nur bis in unsere Lungenbläschen, sondern übers Blut in verschiedene Organe transportiert wird, im Vergleich zu Corona in einer legislativen Lethargie. Dabei sind das – verglichen mit dem Coronavirus – Probleme, gegen die wir Mittel und Möglichkeiten hätten und für deren akute Lösung es keine Raketenwissenschaft, aber Ressourcen und mutige Politik bräuchte. Eine Menschheit, die zwar Krankenhäuser in einer Woche auf-, aber den Pflegenotstand jahrelang nicht abbauen kann, sollte vor allem eines: ihre Prioritäten überdenken. 

Das Psychogramm der Pandemie zeigt uns außerdem, wie dünn das Eis der Zivilisation ist, wenn Menschen und Medien kopflos werden. Die Leute, so scheint es, entwickeln bemerkenswerte Schwierigkeiten mit dem abstrakten Denken und können nur noch in simplen Mustern denken: Weil das Virus von China ausging, waren weltweit alle auch nur annähernd asiatisch aussehenden Personen plötzlich in Sippenhaft. Das war natürlich nicht schlimm, solange es „nur“ die Asiaten waren: Jetzt ist man aber im Ausland selbst die/der stigmatisierte Italiener*in und stinkbeleidigt, dass niemand mehr bei uns Urlaub machen will. Fühlt sich irgendwie unfair an, was?

Sie können Ihre asiatischen Nachbarn auch weiterhin ohne Mundschutz grüßen und Sie können insgesamt Ihr Leben ganz normal weiterleben.

Stigma ist wie eine zweite Krankheit: Es breitet sich aus, isoliert die Betroffenen und tut ganz schön weh – fragen Sie mal eine/n Alzheimerpatient*in oder eine/n Aidskranke*n. Dabei wäre gerade jetzt wie bei allen sozialmedizinischen Herausforderungen ein wünschenswertes Krisenprotokoll: Zusammenhalten, ruhig und sachlich bleiben in der Diskussion und Umsetzung staatlicher Maßnahmen und auf Halbwissen in Sozial- und reißerischen Printmedien zu verzichten, damit die Krise nicht zur Katastrophe wird. 

Bleiben Sie ruhig!

Bleiben Sie deswegen bitte auch ruhig und hangeln Sie sich in Ihrer Pandemiepanik nicht entlang von Nationalitäten und Clichées – das tun Viren und Bakterien nämlich auch nicht. Sie können Ihre asiatischen Nachbarn auch weiterhin ohne Mundschutz grüßen. Und wenn Sie die klassischen Hygieneregeln und die staatlichen bzw. regionalen Präventionsempfehlungen und -maßnahmen einhalten, dann müssen Sie auch keine Zwiebelschalen bei Vollmond neben Ihre Vodoopuppe legen: Waschen Sie stets Ihre Hände und niesen Sie Ihrem/r Nachbar*in nicht in die Nudelsuppe. Fassen Sie sich nicht mit Ihren Händen in die Nase, an den Mund und in die Augen und – falls Sie das aus irgendwelchen Gründen reizt – auch nicht ihrem Gegenüber.

Und bitte bleiben Sie zu Hause, wenn Sie sich nicht gut fühlen, denn auch Sie sind, wirklich wahr, ersetzbar. Das gilt übrigens für jede Art von Infektion, ob mit Influenza oder Corona – chillen Sie bitte mit Netflix zuhause in Ihrer Poltrona. Denn wenn Sie einmal im Großraumbüro oder im Fahrstuhl ordentlich niesen, hat (fast) jeder was davon: Für jeden, der krank in die Arbeit geht und seine bakteriellen und viralen Duftmarken setzt, husten statistisch gesehen bald 40 Prozent der Kollege*innen mit. Lüften Sie die Räume regelmäßig und wenn sie zur vermuteten Risikogruppe der älteren oder immunsupprimierten Leuten gehören, dann seien Sie bitte besonders auf der Hut und reduzieren Sie etwa unnötige Sozialkontakte temporär. 

Wenn Sie das alles beachten, dann dürfen Sie sich beruhigt über andere Dinge sorgen – Verkehrsunfälle, Feinstaub und Femizide etwa. Das haben wir nämlich alles genauso wenig im Griff wie das Virus. Denn so fortschrittlich wir auch sind, leider haben wir keinen Anspruch auf Unversehrtheit in unserer zerbrechlichen Menschlichkeit und das ist ebenso erschreckend wie tröstlich. Blöderweise hat das Leben selbst eine Letalität von genau 100 Prozent. Und zwar überall und jederzeit.

Wichtig ist, dass Sie trotzdem und genau deswegen immer dran denken: Das Wort „Pandemie“ kommt nicht von „Panik“ – aber gerade darin liegt des Virus’ gesamtgesellschaftliche Gefährlichkeit: Dass alle durchdrehen. Tun Sie es deswegen bitte nicht. Und falls Sie trotzdem zwanghaft die Fallzahlen kontrollieren und sich in der Apotheke um das letzte Lysoform prügeln müssen, denken Sie dran, dass Sie vermutlich nicht an Corona, sondern an koronaren Herzerkrankungen sterben werden und deswegen dringender als auf sterile Oberflächen auf etwas anderes achten sollten: auf Ihren Blutdruck.

*Letalität ist das Verhältnis der Todesfälle zur Anzahl der Erkrankten und gibt an, wie hoch die „Sterblichkeit“ einer Erkrankung ist.

Die Grüne „Covid-19“-Nummer 800 751 751 ist von 8 Uhr bis 20 Uhr aktiv, dort werden Auskünfte erteilt. Die Notrufnummer 112 steht wie immer für alle Notfälle zur Verfügung. Bei Corona-Verdacht soll sie nur gewählt werden, falls jemand an sehr hohem Fieber und schwerer Atemnot leidet. Wenn Sie grippeähnliche Symptomen bei sich oder einem Familienmitglied bemerken, setzen Sie sich mit dem Hausarzt telefonisch in Verbindung, gehen Sie NICHT direkt ins Ambulatorium oder in die Notaufnahme. Bitte halten Sie die Präventivmaßnahmen ein.

Ein Bericht von Barbara Plagg



(1) 2 3 4 ... 11 »
my-map

Anfahrt

 Google Maps

aktuelles

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail
*