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DEFAULT : Die Geschichte der DDR ab 1945
13.04.2010 18:54 ( 4058 x gelesen )

Die DDR ab 1945



Die Geschichte der DDR
 
Entstehung
Die Voraussetzung für die Entstehung der DDR war die Aufteilung Deutschlands in vier alliierte Besatzungszonen nach dem Ende des 2. Weltkrieges 1945. Die Gründung der DDR war die Antwort der Sowjetunion auf die Bundesrepublik. Mit Rückendeckung Stalins setzte sich die SED Ende 1947 an die Spitze einer Volkskongressbewegung, die nach außen hin die Einheit Deutschlands zum Ziel hatte, aber in Wirklichkeit die Weichen für die die Schaffung eines Teilstaates, die DDR (Deutsche Demokratische Republik) stellte. Der Volkskongress, den die SED dominerte (die wiederum stark von der Sowjetunion unterstützt wurde), legte im Oktober 1948 einen Verfassungsentwurf vor, der auf SED-Vorstellungen basierte. Im Mai 1949 wurde der 3. Volkskongress der SBZ (Sowjetische Besatzungs Zone) gewählt; da die SED kein Risiko eingehen wollte, wurde nach einer Einheitsliste gewählt, d.h. die Wähler hatten nur die Möglichkeit zwischen Ja und Nein zu entscheiden, Oppositionsparteien gab es nicht. Die Anteile der SED-konformen Blockparteien waren schon vor der Wahl festgelegt. Trotz Manipulation und Wahlfälschung erreichte die SED allerdings nur eine Ergebnis von 66,1 %. Die Sowjetunion wartete mit der Gründung der DDR allerdings noch bis zur Konstituierung der neuen Bundesregierung.
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SED-Wahlplakat
Am 7. Oktober 1949 nahm der nach den Wahlergebnissen vom Mai praktisch unverändert zusammengesetze Deutsche Volksrat den Verfassungsentwurf von 1948 praktisch unverändert an und erklärte sich selbst zur provisorischen Volkskammer. Damit war die DDR gegründet.


Die Umformung des Parteiensystems
und der Aufbau des Sozialismus
Alle Parteien und Massenorganisationen der DDR wurden nun in der Nationalen Front des demokratischen Deutschland zusammengeschlossen. Da die entscheidenden Machtpositionen von SED-Funktionären eingenommen wurden, konnte die SED alle Parteien und Massenorganisationen steuern. Die SED wandte sich nun mehr und mehr von ihrem ursprünglichen Ziel, dem „besonderen deutschen Weg zum Sozialismus", ab und orientierte ihre Politik in Partei, Staat und Gesellschaft ausschließlich am sowjetischen Vorbild. Die Parteispitze wurde umstrukturiert: An Stelle der beiden gleichberechtigten Vorsitzendenposten wurde nun das Amt des Generalsekretärs geschaffen, das Walter Ulbricht übernahm. Mit Unterstützung der sowjetischen Geheimpolizei setzte Walter Ulbricht Parteisäuberungen durch - allein 1950/51 wurden 150 00 Mitglieder ausgeschlossen. In dieser Atmosphäre der Angst entwickelte sich die SED zu einem Machtapparat, der von einer kleinen Gruppe von Spitzenfunktionären gelenkt wurde.
Im Juli 1952 verordnete Walter Ulbricht mit Erlaubnis Stalins den "planmäßigen Aufbau des Sozialismus". Dies hieß die weitere Zentralisierung der Staatsmacht durch Auflösung der 14 Länder. Im Bereich der Wirtschaft kam es zu einem Aufbau der Volkseigenen Betriebe, die bereits 80% zur industriellen Produktion beisteuerten. Der Schwerpunkt der Industrieproduktion lag weiterhin bei der Schwerindustrie, während die Konsumgüterproduktion deutlich hinter der Nachfrage zurückblieb. Auf gesellschaftspolitischer Ebene verschärfte die SED den Klassenkampf, d. h. die Repressionen gegen politisch Andersdenkende wurde verstärkt.


Der 17. Juni und seine Ursachen
Die von Moskau angeordnete Militarisierung des Landes belastete die Wirtschaft enorm. Während die gelenkte Presse weiterhin von Produktionserfolgen berichtete, blieben die Lebensmittel weiterhin stark rationiert, was eine Flucht in die BRD allein im ersten Halbjahr 1953 von 226 000 Personen zur Folge hatte. Die SED erhöhte daraufhin die Arbeitsnormen um 10% ohne Lohnausgleich zu zahlen. Am 9. Juni verkündete sie allerdings auf Druck der Sowjetunion zur Beruhigung der Lage in der DDR den „Neuen Kurs", der sich u. a. durch die Rücknahme repressiver Maßnahmen und die Verbesserung des Lebensstandards auszeichnete. Doch ausgerechnet die 10% Arbeitszeiterhähung nahm sie nicht zurück, was dazu führte, dass dieses plötzliche Umschwenken als Bankrotterklärung der SED gewertet wurde. Meldungen der Staatssicherheit berichteten von Freudenfesten, die die Befreiung von der SED-Herrschaft feierten. Es häuften sich die spontanen Streiks und vielerorts wurde vor den Gefängnissen demonstriert. Am 16. Juni formierten sich die Bauarbeiter der Ost-Berliner Stalinallee zu einem Protestmarsch gegen die Beibehaltung der Arbeitszeiterhöhung.
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Sowjetische Panzer schlagen den Aufstand nieder
Fast alle Betriebe in Berlin schlossen sich an. Die wirtschaftlichen Forderungen schlugen in politische um: Rücktritt der Regierung und freie Wahlen. Es entstanden Streikkomitees, in mehreren Städten wurden Parteibüros gestürmt, Polizisten entwaffnet und politische Gefangene befreit. Am 17. Juni verhängte der sowjetische Stadtkommandant über Ostberlin den Ausnahmezustand, der am 18. Juni auf die gesamte DDR ausgedehnt wurde. Unterstützt von der kasernierten Volkspolizei der DDR schlugen sowjetische Truppen noch am 17. Juni in Berlin den gewaltlosen Aufstand nieder. 21 Personen wurden von sowjetischen Standgerichten zum Tod verurteilt und sofort hingerichtet; weitere Todesurteile durch DDR-Gerichte und Hinrichtungen folgten. Etwa 1 400 am Aufstand Beteiligte erhielten Freiheitsstrafen.



Der Bau der Berliner Mauer
Seit 1954 verbesserten sich die Lebensverhältnisse schrittweise, da die Sowjetunion auf Reparationen verzichtetete und die industrielle Produktion zunahm. Die gewaltsame Kollektivierung der Landwirtschaft führte allerdings bald wieder zu Versorgungsproblemen und zu sprunghaft steigenden Flüchtlingszahlen. Zusätzlich förderte die seit 1958 schwelende Berlinkrise, in der die DDR die vollständige Entmilitarisierung West-Berlins forderte, den wachsenden Flüchtlingsstrom. Um der massiven Abwanderung Einhalt zu gebieten, ließ die DDR-Führung am 13. August 1961 die Grenze zu Westberlin sperren und den Bau der Berliner Mauer beginnen; am 16. August untersagte sie den Bürgern der DDR die Ausreise in die Bundesrepublik. Vier Wochen nach dem Mauerbau wurde die allgemeine Wehrpflicht eingeführt. Wer wagte, dagegen zu protestieren, wurde gewaltsam aus Schule oder Universität entfernt. Bis Ende 1961 fielen monatlich mindestens 1500 Personen einer Verhaftungswelle zum Opfer.


Stabilisierung der Lage
Die Menschen konnten jetzt wie in den anderen Ostblockstaaten nicht mehr ohne weiteres fliehen, was zu einer gewissen Festigung der inneren Verhältnisse führte. Zusätzlich zeigte die Entstalinisierung Moskaus Wirkung, so gestand das Regime Wehrdienstverweigerung zu und förderte auf wirtschaftlichem Gebiet zeitweise eigenverantwortliches Handeln. Allerdings wurden die stalinistischem Führungsmethoden nun durch eine umfassende Kontrolle ersetzt.
Da Ulbricht wenigstens auf dem Gebiet der Bundesrepublik den Sieg des Kommunismus über den Kapitalismus beweisen wollte, subventionierte er moderne Technolgien sehr stark, was allerdings dazu führte, dass diese Gelder beim Wohnungsbau und bei der Konsumgüterproduktion fehlten. Als Ulbricht trotz der verschlechterten wirtschaftlichen Lage auch noch auf mehr Eigenständigkeit gegenüber der Sowjetunion pochte und die DDR als Vorbild für alle sozialistischen Staaten anpries, war zur Besserung des Verhältnisses mit der Sowjetunion sein Sturz unumgänglich.


Die Ära Honecker
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Erich Honecker
Honecker betrieb in Absprache mit Moskau 1971 Ulbrichts Sturz und wurde als 1. Sekretär der SED mächtigster Mann im Staat, der bald alle wichtigen Ämter in seinen Händen vereinigte. Seine umumstrittene Führungsposition sicherte sich Erich Honecker, indem er die Führungsrolle der Sowjetunion anerkannte, das Politbüro um wesentlichen Entmachtete, und die faktische Anerkennung der DDR durch die Bundesrepublik erreichte. Ausserdem trieb er die bislang vernachlässigte Infrastrukturpolitik, wie z. B. den Wohnungsbau, voran, erhöhte die Renten, verkürzte die Arbeitszeit und subventionierte alles zur Deckung der Grundbedürfnisse Notwendige. Diese Massnahmen führten auch erst zu Erfolgen, die Industrieproduktion stieg zwischen 1970 und 1974 um ca. 30 %. Es gab eine Reihe von sozialen Vergünstigungen und die Mieten sowie die Preise der Grundnahrungsmittel blieben stabil. Die staatliche Planwirtschaft konnte allerdings kaum konkurrenzfähige Produkte anbieten, da sie durch die angeordnete Verringerung der Arbeitslosigkeit nur eine sehr geringe Produktivität aufwies.
Die SED versuchte dies durch geschönte Statistiken geheimzuhalten, was ihr auch eine Zeitlang gelang. Allerdings war die DDR bereits 1976 mit fünf Milliarden DM verschuldet, damals ein Staatsgeheimnis, dass nur einigen Vertrauten Honeckers bekannt war. 1983 konnte die Kreditwürdigkeit der DDR nur durch einen Milliardenkredit der Bundesrepublik gesichert werden, im Gegenzug versprach die DDR über tausend DDR-Bürger aus der Haft zu entlassen, die Anzahl der Minen und Selbstschussanlagen an der Grenze zu verringern und umfangreiche Erleichterungen im Reiseverkehr zu gestatten.


Das Ende des SED-Regimes
Die oppositionellen Gruppen gewannen währenddessen immer mehr an Macht, der Reformkurs Michail Gorbatschows in der Sowjetunion wurde zwar von der Staatsführung der DDR strikt abgelehnt, ließ jedoch in der Bevölkerung die Hoffnung auf Liberalisierung wachsen. Immer mehr Bürger stellten einen Antrag auf Ausreise, obwohl sie in vielen Fällen deswegen jahrelang benachteiligt und schikaniert wurden. Die Drohgebärden der Machthaber verloren immer weniger ihre Wirkung, obwohl niemand vorraussagen konnte, wie die SED auf die wachsende Unruhe im Land reagieren würde. Die Lage eskalierte nach den Wahlfälschungen im Mai 1989, oppositionelle Gruppen hatten massive Fälschungen in den Kommunalwahlen aufgedeckt, die SED reagierte darauf mit Restriktionen. Am 10./11. September erlaubten die reformkommunistischen Regierungen Ungarns fluchtwilligen DDR-Urlaubern die Ausreise. Über 25 000 Menschen nutzten das überraschend entstandene Fluchtloch. Unterdessen gingen die Proteste weiter, seit Anfang September 1989 protestierten jeden Montag immer mehr Menschen in der Nikolaikirche für Reisefreiheit. Mit Mahnwachen forderten Bürgerrechtler die Freilassung politisch Gefangener, ständig unter den Augen der Staatssicherheit, die mit Verhaftungswellen die Proteste auflösen wollte.
Honecker weigerte sich, Reformen einzuleiten, zu denen ihm Gorbatschow dringend geraten hatte ("Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben"). Da dieser nicht mehr bereit war, die DDR mit Waffengewalt zu unterstützen, war die Niederlage der DDR-Herrschaft eigentlich schon besiedelt. Und so brachte dann auch die Montagsdemonstration vom 9. Oktober mit mehr als 70 000 Menschen den Umschwung. Obwohl die bewaffneten Kräfte in höchste Alarmbereitschaft versetzt wurden, kam es nicht zu einer gewalttätigen Niederschlagung der Proteste. Die Mehrheit in der SED-Führung versuchte jetzt, durch die Entmachtung Honeckers am 18. Oktober 1989 und Gesprächsangeboten an die Bevölkerung die Situation wieder in den Griff zu bekommen. Doch diese gab sich damit nicht mehr zufrieden und erreichte schliesslich die Öffnung der Mauer am 9. November 1989.
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Die Berliner Mauer am 9. November 1989
 


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