*
top-01
Bottich
Diskothek, Tanzbar, Live Club,
Jazz Club
D-73434 Aalen
Hofherrnstr.81
Tel. 07361-41222

 
50-jahre-bottich.jpg webanimation-indi.jpg weanimation-tennne.jpg web-oxford.jpg ue40-2019.jpg
Menu
Ü40 BeatCluB

Vorankuendigungen

======================

HINWEIS-HINWEIS-HINWEIS

======================

Die Aktion der Schwäbischen Post

"ADVENT der guten Tat"

wird bis 23.12.2018

VERLÄNGERT

======================

Sa.22.12.2018

OXFORD CIRCUS ab 21h

======================

Sa.05.01.2019

Ü40 BeatClub- Welcome 2019

======================

HINWEIS-HINWEIS-HINWEIS

======================

Sa.02.02.2019

LC- PYJAMA Ball

nach 20 Jahren wieder im Bottich in AAlen on stage

(1978 -1998)

  • eine Faschingsveranstaltung für Erwachsene
  • begrenzter Einlass
  • no Kids

======================

HINWEIS-HINWEIS-HINWEIS

======================

JazzJamSession

jeden 2´ten Mittwoch im Monat

_______________________________

Mittwoch 12.12.2018

Eintritt frei - ab 20:00h

Die BIG BAAnd

Denk global, Jazz lokal – das hat sich die Big BAAnd

auf die Fahne geschrieben. Wo immer das momentan

19-köpfige Ensemble in der Region aufkreuzt, gibt es

einen Enblick in die Welt der Bigband-Musik: Swing,

Blues, Latin, Modern Jazz, Fusion ...

Dabei sind es nicht nur Klassiger aus den jeweiligen

Genres, die sich die Musiker aufs Pult legen. Die

Big BAAnd hat für die Zuhörer immer wieder eine

Überraschung im Gepäck und öffnet diesmal vielleicht

ein Türchen ihres Adventskalenders.

_______________________________

Mittwoch 09.01.2019

Eintritt frei - ab 20:00h

e-Werk

  • Martin Giebel (Piano),
  • Dirk Blümlein (Bass),
  • Eddy Cichosz (Schlagzeug)

Dirk Blümlein studierte an der Musikhochschule in

Stuttgart und ist seit 1999 als freischaffender E-Bassist,

aktiv. Zu seinen musikalischen Partnern gehört die

Gruppe „Fools Garden“, das „Peter Lehel Quartett“.

Martin Giebel hatte klassischen Klavierunterricht.

Jazzpiano bei Klaus Wagenleiter, Martin Schrack,

Kenny Werner. Teilnahme an internationalen

Workshops. Intensive Tätigkeit in der Stuttgarter

Jazzszene. Unzählige Engagements bei Projekten, CDs

und Konzerten, bei Fernsehauftritten verschiedener

Stilrichtungen: Jazz, Soul, Gospel, Chanson, Theater-

und Varieté-Produktionen, Europatournee mit der

Broadway Musical Company, NY.

Eddy Cichosz ist aus Aalen und ist gerne im Bottich.

Spielen wird das Trio Eigenkompositionen, von denen

man denkt sie zu kennen und Bekanntes, wovon man noch

nie gehört ha

_______________________________

Karten Reservierung unter:

wolfgang.fausel@gmx.de

oder 07361-35852

_______________________________

Presseberichte

http://stories.schwaebische.de/bottich#94867

http://www.schwaebische.de/region_artikel,-50-Jahre

Der-Bottich-feiert-Geburtstag-_arid,10646522_toid,1.html

DEFAULT : 50 jahre Bottich ein Bericht vom AAlener Kulturjournal
30.07.2018 17:38 ( 310 x gelesen )

Vor 50 Jahren eröffnete das "Manfred Schiegl Quartett" den "Bottich"

"Spiel es noch einmal, Manfred!"

Feiert sonntagmorgens eine Disko Jubiläum, muss es schon eine besondere sein. Wie beim Unterrombacher "Bottich", der zu seinem 50. ganz  Aalen mitfeiern lässt. Sicher mit ein Grund für den Besucheransturm ist aber das legendäre "Manfred Schiegl Quartett". Die Musiker sind in guter Erinnerung, von OpenAir-Konzerten im Fachsenfelder Schloss und dem Summer-Breeze mit Melodien von James Last und Co auf dem Spritzenhausplatz. Nun sitzt der mittlerweile 79 Jahre junge Bandleader lässig zwischen Livius Bogdan (Violine), Andreas Scheer (Bass) und Siegfried Liebl (Klavier), spielt Schlagzeug - als wär´s ein Traum von gestern.

Von gestern auch der Vormittag. Jedoch gingen Ende der 60er die bunten Flackerlichter der Disko freilich erst am Abend an. Musste man damals meist keinen Obolus entrichten - es sein denn ein paar Mark bei einer Live-Band - so ist heuer alles dem Euro geschuldet. Dennoch stehen die Besucher vor der Kasse Schlange. Vom grellen Licht der Sommersonne geht´s hinein in den proppenvolle "Bottich". Dröhnende Musik? Fehlanzeige! Die Gäste unterhalten sich. Manch einen hat man lange nicht mehr gesehen. Auch Bundesbürgermeister Frau Prof. Dr. Dr. Henze gibt sich die Ehre. In der Disko sei er früher nur ein paar Mal gewesen. Doch seit Stefan Frank zu Jazz-Sessions lud, sei er immer wieder vorbeigekommen.

Schummrig und eng wie einst geht es an diesem Vormittag zu. Auf Tuchfühlung mit anderen. "So wollten wir es schon damals! Schließlich waren wir jung", schmunzelt eine älter gewordene Dame beim Vorbeizwängen. Damals plärrte im Radio Heintje sein "Heidschi Bumbeidschi", in der Diskothek schmachtete Roy Black "Ich denk’ an Dich". Ach ja, der Stehblues. Neben einer Flotten Sohle beim Foxtrott und einem anständigen English Waltz der angesagte Hit auf der Tanzfläche. Aber auch die Beatles mit "Hey Jude" gehörten in diese Kategorie. So richtig heiß ging es her bei den Stones mit "Jumpin' Jack Flash", nicht zu vergessen die Balladen von Tom Jones und den Bee Gees. Iron Butterfly mit "In-A-Gadda-Da-Vida" zog ein und Deep Purples Rock näherte sich.

Wie im Rest der Republik stand auch im "Bottich" diese und die Popmusik der 60er im Mittelpunkt. Ein perfekter Soundtrack, der - daran muss erinnert werden - auf der Straße einen Sommer lang Protest gegen das Establishment war. In der Disco wurde zu "Street Fighting Man",  "Revolution" und "Respect" wenig wütend, dafür aber umso ausgelasser getanzt. Von wegen "Born to be wild". Die Protestkultur via Rock und Blues aus der Feder von Jimi Hendrix, Janis Joplin oder den Doors machte meist einen Bogen um die Diskos.

Apropos tanzen. Freilich gab es auch andere Formen, schließlich war der "Bottich" als Nachfahre des Tanzcafés Karlmann Reich multikulti. Manfred Schiegl erinnert mit seiner Musik daran. Insbesondere mit seinen Reminiszenzen an die großen Komponisten und Sänger, die keiner harten oder gar lauten Beats bedurften. Im Gegenteil: Höchst behutsam bedient Schiegl sein Schlagzeug, intoniert "Ganz leise erklingt das Lied", lässt ein sehnsuchtsvolles "So schön war die Zeit" folgen. Daraus entwickelt sich ein nettes Freddy-Quinn-Potpourri voll alter Hits. Und weil´s dabei eben so schön heimelig nach damals klingt, bitten die Musiker nach Wien. Scheer zupft verhalten den Bass, Bogdan lässt die Violine charmant singen, Liebl das Klavier wohlig plätschern. Und was Schiegl dabei sanft auf die Trommelfelle bringt, sang bereits Peter Alexander, später auch Placido Domingo: "Grüß mir mein Wien".

So schön war tatsächlich die Zeit! Man glaubt es kaum. Hin und weg sind deshalb des "Bottichs" Gäste. "Bei solchen Liedern geht mir das Herz auf", verrät die 72jährige Marianne vom Nebentisch. Traudel, Werner und Günther nicken zustimmend und freuen sich schon auf später, denn da will Manfred Schiegl auf Zuruf spielen. "Ich habe so viele Musikwünsche", gesteht Traudel. Nur das mit dem Tanzen will heuer nicht so recht klappen. Ein Schelm, wer Übles dabei denkt! Natürlich nicht des Alters der Gäste, sondern der vielen Diskogänger wegen. Und der Fotografen. Alle drängeln sich vor den Musikern, fotografieren und filmen mit Handys. Manfred Schiegl strahlt ob diesem Zuspruch und wird wie zu alten Zeiten  nimmer müde Swing, Jazz und Klassik dazu zu liefern.

So auch vor fünf Jahrzehnten, als er am damaligen 13. September die Aalener Diskothek "Bottich" eröffnete. Den Kübelnamen hat die Disko übrigens von den halbierten Gärbottichen, die mit Fellen bedeckt als Sitzmöglichkeiten dienten. Da konnte man sich regelrecht hineinlümmeln, um laut "Bottich"-Historie solch bekannten Musikern wie Günther Leimstoll, Peter Witte, Charly Antonini, Felix Kaufmann und Erwin Lehn zu lauschen.

Manfred Schiegl war dabei der Primus inter Pares und obendrein nicht nur in Aalen ein musikalisches Schwergewicht.  Nahezu 40 Jahre lang spielte er als Erster Soloschlagzeuger und Pauker bei den Stuttgarter Philharmonikern, mit denen er im Schnitt jährlich 90 Konzerte und Tourneen weltweit bestritt. Teils mit den ganz Großen der Musikszene. Schönes Beispiel dafür: Yehudi Menuhin. Als Musiklehrer im Ostalbkreis sorgte er für die ersten Schritte von Nachwuchstalenten, unter anderem Thomas Göhringer und Markus Lonardoni. Und als ob dies nicht schon genug wäre, setzt er sich auch noch in seine Studierstube und komponiert für das Landestheater Tübingen die Schlagzeug-Musik zu den „Persern von Aischylos“, verfasst für den Leipziger Hofmeister Verlag eine „Schlagzeugschule“. Und er hält seit 54 Jahren das "Manfred Schiegl Quartett", zusammen, spielt CDs ein und heimst so  2001 den Jazzpreis Ostwürttemberg (JazzO) ein.

Manfred Schiegl, der Allrounder. Nicht nur ein Jazzer. Zum runden "Bottich"-Geburtstag versprach er bereits im Vorfeld Musik zu spielen, die längst kaum noch zu hören ist, mit der er aber anderen nach wie vor eine Freude bereiten kann. Swing und Mozart,  und Chatschaturjan, Robert Stolz und Helmut Zacharias, dazu berühmte Operetten und Schlagern, Medleys und immer wieder Jazz.  Heintje spielte er übrigens tatsächlich nicht. Doch wie gesagt, Freddy Quinns "So schön, schön war die Zeit, so schön, schön war die Zeit" schon. Passt auch besser,  der Außentemperatur wegen, weil Freddy so augenfällig vom "brennend heißem Wüstensand" singt. In Unterrombach an diesem Sonntagmittag ist allerdings der Asphalt gemeint.

https://www.aalener-kulturjournal.de/theater-musik-kunst/50-jahre-bottich/


Zurück Druckoptimierte Version Diesen Artikel weiterempfehlen... Druckoptimierte Version
 
Die hier veröffentlichten Artikel und Kommentare stehen uneingeschränkt im alleinigen Verantwortungsbereich des jeweiligen Autors.
my-map

Anfahrt

 Google Maps

aktuelles

Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail